Gewerbestrom für Friseure: Kosten senken ohne Aufwand

Praxisratgeber für Salons: Verbrauchstreiber, Tarife, Laufzeiten, Wechselzeitpunkt, Checklisten, häufige Fehler – inkl. Beispielrechnung.

Stand: • Lesedauer: ~6 Min.

Friseursalons haben überdurchschnittliche Energiekosten pro Quadratmeter: Beleuchtung, Föhne/Stylinggeräte, Warmwasser und Klima/Heizung laufen viele Stunden täglich. Der richtige Gewerbestrom- oder Gastarif senkt Fixkosten sofort – ohne dass Sie am Service sparen müssen.

1) Was treibt den Verbrauch im Salon?

  • Föhne & Stylinggeräte: hoher Leistungsbedarf, vor allem zu Stoßzeiten.
  • Spiegel-LEDs & Beleuchtung: Dauerbetrieb; LED spart, aber der Tarif bleibt entscheidend.
  • Warmwasser: Boiler/Durchlauferhitzer (Strom) oder Gastherme – Laufzeit und Preis wirken stark.
  • Klimatisierung/Heizung: saisonale Spitzen, die den Jahresverbrauch treiben.

2) So ist ein Gewerbetarif aufgebaut

Wesentliche Bausteine: Arbeitspreis (ct/kWh), Grundgebühr (€/Monat), Laufzeit, Preisgarantie, Boni, Kündigungsfristen und ggf. Messstellenbetrieb. Für Friseursalons zählt die Kombination, nicht nur der ct/kWh.

Wichtig für Salons
  • Preisgarantie passend zur Laufzeit
  • Realistische Abschläge
  • Transparente Boni (keine Lockpreise)
Vorsicht bei
  • Nur auf ct/kWh starren
  • Unpassender Vertragslaufzeit
  • Fehlender Preisgarantie

3) Beispielrechnung (vereinfachtes Muster)

Position Tarif A (aktuell) Tarif B (optimiert)
Jahresverbrauch18.500 kWh18.500 kWh
Arbeitspreis22,7 ct/kWh16,5 ct/kWh
Grundgebühr12,95 € / Monat9,90 € / Monat
Jahreskosten~4.200 €~3.050 €
Ersparnis~1.150 € pro Jahr*

*Werte variieren je PLZ/Netzgebiet und Marktlage.

4) Der beste Zeitpunkt für den Wechsel

  1. Laufzeit prüfen.
  2. Kündigungsfrist notieren.
  3. 4–8 Wochen vorher Angebote einholen.
  4. Bei Restlaufzeit Termin vormerken – kein Stress.

5) 7 häufige Fehler bei Strom & Gas im Friseursalon

  1. In der Grundversorgung bleiben.
  2. Nur auf Arbeitspreis schauen, Grundgebühr ignorieren.
  3. Boni überbewerten.
  4. Unpassende Laufzeit wählen.
  5. PLZ/Netzgebiet-Effekte unterschätzen.
  6. Lockangebote ohne Preisgarantie.
  7. Wechsel ewig hinausschieben.

6) Checkliste: In 10 Minuten zum passenden Tarif

  • Rechnung holen oder Verbrauch schätzen.
  • Daten eingeben (kWh, Arbeitspreis, Grundgebühr, PLZ).
  • Angebot prüfen (Preisgarantie, Laufzeit, Boni).
  • Wechselservice beauftragen.
  • Abschlag nach Wechsel anpassen.
Fixkosten senken – ohne Aufwand.

7) FAQ kurz

Ausführliche Antworten gibt’s in der großen FAQ auf der Startseite.

  • Daten fürs Angebot: Rechnung oder Verbrauch + Preise + PLZ.
  • Gas auch möglich: Ja, gleicher Prozess wie beim Strom.
  • Nur B2B: Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer.